Silberstreif am Fluglärm-Himmel....

Die gute Kunde zuerst: am Fluglärmhimmel zeichnen sich nun (endlich) definitiv verteilte Kondenssilberstreifen ab. Falsch wäre es, deswegen im Zürcher Unterland zurückzulehnen und die Hände in den Schoss zu legen. Rufen wir uns in Erinnerung, dass auch heute noch keine einzige politische Partei sich zu unserem Kernanliegen bekennt, nämlich einer breiten und ausgewogenen Verteilung aller Flugbewegungen in Kloten auf allen 6 Pisten!

Aus diesem Grunde liegt es an uns Betroffenen im Norden, hier die Weichen neu zu stellen. Mit vereinten Kräften wird es möglich sein, einer interessierten politischen Kraft eine neue Richtung aufzuzeigen. Denn: an der (Wahl-) Urne entscheidet sich unser Schicksal, unsere zukünftige Lebensqualität. Hierbei geht unsere Suche natürlicherweise über die Landes- und Kantonsgrenzen, denn sowohl in Süddeutschland, im Aargau und in der Ostschweiz sind jene Kräfte, die mit uns am gleichen Strick ziehen.

Nicht mehr aufzeigen müssen wir die fehlenden Führungsqualitäten der Zürcher Regierung - diese sind mittlerweile landesweit bekannt geworden. Darüber kann auch die jüngste Rochade, sprich neue Schaufensterdekoration, nichts ändern. Auch nicht mehr eingehen müssen wir auf von Flughafenlobbyisten bestellte und bezahlte Gefälligkeitsgutachten ohne jede analytische Tiefenschärfe, wie z.B. jenes von der Fachhochschule Winterthur, weiss doch jeder aufmerksame Beobachter, dass die internationalen Touristenströme, soweit diese überhaupt noch in die Schweiz fliessen, nicht über Zürich nach Europa geleitet werden - hier haben uns Paris, London, Rom und Madrid längst überholt: jedermann ist eingeladen, sich einmal die Herkunft der Cars vor der Bijouterie Bucherer in Luzern anzuschauen.

Aufzeigen hingegen müssen wir den Irrsinn, dass Unique einen Flughafen betreibt und gleich selber bestimmt, wo geflogen wird. Es grenzt an eine völlige Rechtsperversion, wenn jener, der einen Schaden anrichtet, auch noch selbst (-herrlich) bestimmt, wer unter seinem Schaden zu leiden hat und wer nicht! Zum Schluss: Mediation ja, aber dem Salonsozialisten aus Zürich sei jetzt schon kundgetan: eine finanzielle Abgeltung, auch Steuererleichterung, kann nicht das Ziel einer Mediation sein - wir im Norden lassen uns nicht (aus-) kaufen.

25. November 2003, von Walter Kubli

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