Zürcher Unterländer - die vergessenen BürgerInnen
3.11.03 Seit längerer Zeit tragen die BewohnerInnen des Unterlandes den grössten Teil des Fluglärms. Sie hatten nicht lauthals mit illegalen Aktionen gedroht, nicht 0%-Lärmbelastung gefordert, waren bereit ihren Anteil an der Belastung durch den Wirtschaftstandort Zürich zu tragen und werden nun schamlos ignoriert.
In einem Schreiben an alle Haushaltungen entschuldigt sich unique für die grössere Lärmbelastung im Osten und Süden. Kein Wort an den Norden, wo wir BewohnerInnen seit Monaten den startenden Flugzeugen sei Dank am Morgen schon vor 6 Uhr aus den Federn gerissen und bis Mitternacht brummend und grollend beschallt werden. Da die Messstationen an anderen Orten stehen, findet der Lärm schlicht nicht statt.
Die Verslumung einer ganzen Region wird totgeschwiegen und dem ständig wachsenden Lärmterror der Flugzeuge ausgesetzt. Arroganz, Überheblichkeit und unhöfliche Schoddrigkeit von Seiten des Managements, ergänzt durch die Unfähigkeit der Regierung, endlich tragende Lösungen zu entwickeln, trägt dazu bei, dass die Wut im Unterland wächst. Dieser Umgang, das konsequente Ignorieren von Menschen, die seit Monaten neu betroffen sind, fördert die Ohnmacht bei vielen. Diese Tatsache ist einer Demokratie nicht würdig und stellt eine Form von struktureller Gewalt dar. Dies ist die schlechteste Voraussetzung um konstruktive Lösungen zu finden. Wann sehen das die VIP in Wirtschaft und Politik endlich ein?