Chronik des Jahres 2007

Dies ist das Jahr der Abstimmung zur "Volksinitiative für eine realistische Flughafenpolitik". Im November 07 findet die kantonale Abstimmung statt. Die Positionen sind bezogen - jetzt geht es um eine letzte Möglichkeit, von der Zürcher Regierung und Bundesbern eine vernünftige Lösung für Alle zu fordern!

Januar - März 2007

24. März 2007
ZUF gibt eine zusammen mit dem Dachverband Fluglärmschutz erarbeitete Wahlempfehlung ab. Die bürgerlichen Politikerinnen und Politiker des Zürcher Unterlandes haben sich unseren Anliegen - entgegen ihren früheren Aussagen - verschlossen und vertreten den ZFI+ als Gegenvorschlag zur Flughafenititative. Sie sind für uns alle nicht mehr wählbar.

21. März 2007
Bundesrat Leuenberger würde eine Beschränkung wie sie die Volksinitiative 'für eine realistische Flughafenpolitik' fordert nicht unterstützen. Trotzdem wäre eine mögliche Annahme durch das Volk nicht wirkungslos. Es würde den Druck auf Bern erhöhen um eine allseits vernünftige Lösung zu finden.

21. März 2007
Ruedi Lais, ZUF Mitglied und Initiant der Volksinitiative 'für eine realistische Flughafenpolitik' fasst die Aussage von Moritz Leuenberger in einem Satz zusammen: "Ein Diktat aus Bern ist keine Lösung - somit ist ein Rückzug der Initiative auch kein Thema!". Lais verweist auf die seit Jahren rückläufigen Bewegungen vom Zürcher Flughafen. Steigend sind lediglich die Anzahl auswärtiger Billigfluglinien, welche z.B. deutsche "Ballermänner" via Zürich in den Süden verfrachten. Tatsächlich kann dies nicht das Ziel sein. Mit heute 200'000 Flügen wird die Schweiz sehr komfortabel an die Welt angebunden. Die Initiative würde gar 250000 erlauben. Der Bund wollte einst in Kaiseraugst ein AKW bauen und die Abfälle im Wellenberg NW vergraben. Die Bevölkerung dieser Region hat sich erfolgreich gegen die Bedrohung gewehrt.

April - Juni 2007

ZUF bereitet sich auf die kommende Initiative vor. Ein Strategie- und Aktionskommission erarbeitet verschiedene Szenarien. An der GV werden diese vorgestellt und danach eingegrenzt. Die Umsetzung spannt den ganzen Vorstand und einige aktive Mitglieder mit ein. Geplant sind nebst der Zusammenarbeit mit anderen Bürgerorganisationen, namentlich IGEL von Winkel und Ikarus Erben im Westen auch die Mitarbeit beim Initiativkomittee. Dann sollen drei Info-Stände in Bülach anfangs November am Samstag die Bevölkerung nochmals auf das Thema Abstimmung sensibilisieren. Verschiedene Flyer und Newsletters werden herausgegeben und nicht nur an Mitglieder, sondern auch via Postversand den Haushalten zugestellt. Ganz hervorragend finden wir die Idee den bekannten Grafiker und Werber Chrigel Etter aus Eglisau zu engagieren um eine Kampagne zu starten. Daraus wird die "Ohrstöpsel-Geschichte" mit dem Amt für soziale Angelegenheiten sowie drei Zeichnungen, welche mit Bild und Text den Leser anregen sich Gedanken zu machen (www.asa-zh.ch). Dazu werden für ein halbes Jahr Kinowerbungen in Bülach und Freienstein geschaltet mit dem Motto: JA zur Flughafeninitiative.

Juli - September 2007

Die Umsetzung fordert nochmals alle Ressourcen vom ZUF. Wir bleiben dran. Der Wind vor den National- und Ständeratswahlen wird zunehmen stärker. Wir erwarten eine Orkan nach den Wahlen.

Nach den Wahlen vom 24.10.07: Die SVP erstarkt und die Grünen allgemein legen zu. Grün hilft uns, denn sie unterstützen traditionellerweise die Umwelt und alle damit verbundenen Verbesserungsvorschläge. Die SVP ist stark im Unterland vertreten, leider haben sich ihre Vertreter im Kantonsrat nicht mit griffigen und klaren Forderungen gegenüber der Flughafenlobby hervorgetan...Vielleicht kommt das noch und die stärkste Partei im Unterland überlegt sich eine geniale Lösung für Alle?