Noch mehr billiger Fluglärm

Nach der Klärung der Allianzfrage %u2013 Swiss wird ja bekanntlich «very british» - machen die deutschen Billigairlines Druck im Schweizer Markt. Germanwings plant von Zürich-Kloten aus 16 Destinationen anzufliegen. Dies bringt der Unique willkommene Auslastung des überdimensionierten Flughafens.

Der Swiss, die wir Steuerzahlende mit 2 Milliarden Franken subventioniert haben, schadet dies massiv. Bis die eine oder andere Fluggesellschaft die Flügel streicht, wird die Flughafenregion mit zusätzlichen Billigtarif-Flügen belastet. Der Kampf um Marktanteile lässt keine andere Wahl zu. Oneworld wie Star Allianz werden um Transitpassagiere und Zubringerflüge kämpfen. Dass dabei von allen Beteiligten während den begehrtesten Flugzeiten geflogen wird ist selbstsprechend. Es werden noch mehr Flüge fast gleichzeitig nach London, Paris, Frankfurt oder München fliegen. Verkehrspolitisch und ökologisch ein absoluter Unsinn. Und Unsinn kann man nur mit klaren Regelungen entgegentreten.

Wir brauchen eine Beschränkung der Flugbewegungen auf 250'000 im Jahr. Die Zuteilung dieser Bewegungen muss auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmt sein. Die gerechte, faire und nicht einseitige Lärmverteilung wäre dann der logische zweite Schritt. Stellen wir sicher, dass der zu verteilende «Lärmkuchen» durch die Unique nicht noch weiter aufgebläht wird.

PS: Zürich %u2013 Berlin für 39.%u2013 Euro, was für ein Unsinn!

29. Oktobr 2003, von Hansueli Grimm

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