Gerettet!
Das BAZL lehnt Parallelpiste und gekröpfter Nordanflug ab!
Frohe Botschaft!
Am Donnerstag, dem 3. Juli 2008 verkündete Raymond Cron, der Chef des BAZL, dass weder der gekröpfte Nordanflug noch eine Parallelpiste am Flughafen Zürich realisiert werden. Die Parallelpiste verschwindet auch aus dem SIL.
Unsere Arbeit war von Nutzen!
Mehr Lebensqualität heisst Fluglärm gerecht verteilen
Aufgeschreckt von der Absicht von Unique, eine Parallelpiste im geschützten Moorgebiet zu bauen und danach den gesamten Flugverkehr (Starts und Landungen) in nördlicher Richtung abzuwickeln, haben sich Bürgerinnen und Bürger des Zürcher Unterlandes im ZUF zusammengeschlossen. Die Gründung erfolgte am 26. April 2002 in Bülach.
Der ZUF setzen sich ein für mehr Lebensqualität und darum für eine Einschränkung des Fluglärms und für eine gerechte Verteilung von Fluglärm und anderen Flugemissionen.
ZUF arbeitet als Bürgerorganisation mit Gemeinden unserer Region zusammen. So konnte dank eines von ZUF angeregten und von der IG-Nord in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens die Bedrohung der Region durch die Parallelpiste verringert werden. Es besteht aber weiterhin die Absicht, langfristig den gesamten Flugverkehr über unser Gebiet abzuwickeln (Nordausrichtung), und dem Wachstum dieses Verkehrs sind bei positiver Wirtschaftslage keine Grenzen gesetzt.
Deshalb bleibt der Handlungsbedarf auch im Zürcher Unterland akut um die Lebensqualität zu erhalten. ZUF setzt sich jedoch für eine faire Behandlung aller betroffenen Gebiete ein und sucht das Gespräch mit verwandten Organisationen im übrigen Kantonsgebiet, in den Nachbarkantonen und in Deutschland. Nur ein gemeinsames Vorgehen kann letzendlich zu Erfolg führen. Damit die Lebensqualität nicht anderswo vernichtet wird. Deshalb war ZUF auch massgeblich an der Entstehung des Dachverbandes Fluglärmschutz beteiligt. Eine besonders enge Zusammenarbeit besteht naturgemäss mit den beiden anderen Organisationen im Zürcher Unterland: Ja zum Schutzverband, Eglisau und IGEL, Winkel.
Unser oberstes Ziel:
Die Erhaltung der Lebensqualität im Zürcher Unterland.
Warum Fluglärmverteilung?
Alle profitieren vom Flughafen, also sollen auch alle einen Teil der Emissionen (Fluglärm, Schadstoffe) tragen. Wenn der Fluglärm auf alle Regionen verteilt wird, ist er für die einzelnen Bevölkerungsteile eher erträglich. Viele bekommen erträglichen Lärm, anstatt wenige bekommen unerträglich viel Lärm. Einzig die gerechte Fluglärmverteilung kann verhindern, dass gewisse Regionen massiv diskriminiert würden. Darum heisst Fluglärmverteilung: Erhaltung von Lebensqualität in allen Teilen des Kantons.
Bei jeder Form von Kanalisieren des Fluglärms (Variante grün, Variante orange) müssten einzelne Regionen rund um den Flughafen (Norden, Osten, Westen) den Grossteil der Emissionen tragen, wogegen andere Nutzniesser und Befürworter des Flughafens weiterhin verschont blieben (Süden). Je mehr Leute Fluglärm haben, desto eher kann eine Begrenzung des Flugverkehrs oder andere Massnahmen politisch durchgesetzt werden, was allen Anwohnern nützt.
Eine Verteilung des Fluglärms entspricht den Grundsätzen unserer Demokratie. Die Schweiz kennt bis jetzt noch keine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Es darf kein Goldküsten-Tabu mehr geben.
Keine Region soll bevorzugt behandelt werden. Der Nutzen des Flughafens ist zu teilen und die Lasten sind gemeinsam zu tragen.